Michael Woodford, bis Mitte Oktober der erste nichtjapanische President von Olympus Japan, ist vor wenigen Tagen aus seinem "Londoner Exil" nach Japan zurückgekehrt, um Gespräche mit dem Topmanagement von Olympus zu führen.
Eines der ersten Ergebnisse wurde gestern vor Journalisten in einer Pressekonferenz in Tokyo angekündigt: So will Woodford in einem ersten Schritt mit dem Vorstand von Olympus zusammenarbeiten, um die Auslistung des Unternehmens aus der Tokyoter Börse zu verhindern.
Dazu muss bis zum 14. Dezember der ausstehende Quartalsbericht des japanischen Imaging- und Medizinkonzerns vorgelegt werden. Dies berichtet die internationale Nachrichten-Agentur Bloomberg.
Investoren werten die Ankündigung als gute Nachricht: So erholte sich die Aktie alleine am Freitag um insgesamt acht Prozent, nachdem bereits an drei Handelstagen zuvor Kursgewinne verzeichnet werden konnten.
Im Umfeld der offenbar gut verlaufenen Gespräche von Woodford mit dem Management waren der frühere Präsident Tsuyoshi Kikukawa sowie der frühere Vizepräsident Hisashi Mori jetzt auch von ihren Direktoriumsposten zurückgetreten. Dies sehen Beobachter als gute Chance, das Management von Olympus neu zu ordnen und die Top-Positionen mit Verantwortlichen zu besetzen, die nicht in den Bilanzfälschungs-Skandal verwickelt waren.
Seitens verschiedener Großaktionäre des Konzerns war jetzt zu vernehmen, man sehe Michael Woodford als den besten Mann an, um die interne Aufklärung des Skandals verantwortlich voranzutreiben.

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