Wer gegenwärtige Verkaufs-Bestrebungen beobachtet, ahnt, wie sich die Einzelhandelslandschaft in den kommenden Jahren verändern könnte: Unternehmen, die bei mobiler Hightech ganz vorne mitmischen, testen gegenwärtig den Verkauf via Automat. Vodafone etwa hat in Manchester erste so genannte "Quickphone-Automaten" aufgestellt. Drei verschiedene Modelle stehen zur Auswahl, Kostenpunkt: zwischen 45 und 80 Euro. SIM-Karten sind schon um umgerechnet sieben Euro zu haben.
Die Automaten sollen Kunden ansprechen, die - so Vodafone - "wissen was sie wollen" und sich "langatmige Gespräche" mit Handy-Verkäufern ersparen wollen. Die ersten beiden Automaten stehen in Vodafone-Filialen in Manchester. Wenn die Automaten gut ankommen, werde man auch in anderen Locations wie Flughäfen, Fährhäfen oder Shoppingcentern Handy-Automaten aufstellen, kündigt Vodafone an. Grundsätzlich könnten die Automaten überall dort stehen, wo es einen Stromanschluss gebe. Der Bestand wird per UMTS oder GPRS überwacht, bezahlt wird in Cash oder per Kreditkarte.
Auch Coca Cola will Handy-Kunden künftig mit seinen Automaten ansprechen. Der Konzern will Musik, Klingeltöne und Handybilder über seine Getränkeautomaten verkaufen. Die Automaten werden über Breitband-Internet mit dem Content-Management-System von Coca Cola verbunden, die User können die Daten über das Netz ihres Mobilfunkbetreibers oder per Bluetooth direkt aufs Handy laden. In Irland wird das System derzeit an fünf Standorten getestet.
Auch Apple will im Automatengeschäft mitmischen. Der gegenwärtige Marktführer im mobilen Musikbusiness hat in den USA kürzlich den Verkauf seines iPod mini und des iPod Shuffle aus dem Automaten gestartet.

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