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Verluste verschleiert, Bilanzen gefälscht

Olympus muss ernsthafte Konsequenzen fürchten

08.11.2011

Der japanische Mischkonzern Olympus hat jetzt zugegeben, dass in der Vergangenheit (wahrscheinlich bereits seit den 90er Jahren) vom Unternehmen versucht worden sei, durch offiziell extrem teure Firmenübernahmen Investmentverluste im großen Stil zu verschleiern. So waren bereits in den letzten Wochen die außergewöhnlich hohen Zahlungen an einen Finanzberater im Rahmen des Zukaufs einer Medizinfirma (Gyrus) in den Fokus gerückt.

Auch die Zukäufe dreier kleinerer japanischer Spezialanbieter für medizinische Ausrüstung, über die der entlassene britische Geschäftsführer Michael Woodford Klarheit verlangt hatte, waren genutzt worden, um Verluste zu verbergen. Dies räumte das Unternehmen jetzt offiziell ein.

Nach Bekanntwerden der Sachlage fiel der bereits seit Wochen angeschlagene Aktienkurs von Olympus am Dienstag um weitere 29 Prozent auf 734 Yen. Das Unternehmen hat sich inzwischen bei Anlegern und Partnern entschuldigt, und Vizepräsident Hisashi Mori muss den Konzern verlassen. Anwälte und Analysten rechnen mit ernsthaften Konsequenzen, die bis zum Ausschluss von der Börse Tokyo reichen könnten.

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