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USA: Sterling weiß, was Kunden wollen

06.02.2009

Eine aktuelle Studie der Marktforscher von Sterling Commerce untersucht, welchen Einfluss die Weltwirtschaftskrise auf das Konsumverhalten jenseits des großen Teichs hat. Demnach trägt die aktuelle wirtschaftliche Situation Schuld daran, dass 58 Prozent der befragten US-amerikanischen Kunden bei ihren favorisierten Händlern in den vergangenen drei Monaten weniger eingekauft haben. Am treuesten hingegen war vor allem die Käuferschicht zwischen 55 und 64 Jahren (65 Prozent) sowie Haushalte mit einem Jahreseinkommen zwischen 50.000 und 74.000 US-Dollar (67 Prozent).

Fast zwei Drittel der Verbraucher gab an, den Kauf bestimmter Artikel solange hinauszuzögern, bis diese im Schlussverkauf angeboten werden. Diese Sparsamkeit rechnen sich besonders Personen mit Kindern an (71 Prozent). 40 Prozent haben ein bestimmtes Produkt nicht im Internet erworben, weil der Versand mit zusätzlichen Kosten verbunden war. Und rund ein Viertel der Konsumenten hat diverse Online-Shops aus datenschutzrechtlichen Gründen vermieden.

Laut Studie legen Konsumenten verstärkt Wert darauf, verschiedene Absatzkanäle nutzen zu können, um ein bestimmtes Produkt zu erwerben. 57 Prozent der Befragten möchten Ware in der Filiale zurückgeben können, auch wenn sie eigentlich online oder telefonisch gekauft wurde (2008: 41 Prozent). Mehr als 30 Prozent der Verbraucher und damit doppelt so viele wie im vergangenen Jahr wollen ein Produkt, das sie online gekauft haben, in der Filiale abholen. Ein Drittel wünscht sich, dass sowohl die Call-Center-Angestellten als auch Ladenmitarbeiter wissen, was in der Vergangenheit online, telefonisch oder im Stationärhandel gekauft wurde. Dies kann nur gelingen, wenn die Händler ihre Absatzkanäle nahtlos integriert haben.

Durchweg zeichnet sich ab, dass Verbraucher zwischen Absatzkanälen hin- und herspringen, um einen Einkauf zu tätigen. Einen besonders großen Anspruch an das Cross-Channnel-Shopping haben Käuferschichten mit hohem Einkommen sowie Akademiker. 60 Prozent informierten sich erst im Internet über ein bestimmtes Produkt, bevor sie es anschließend im Laden gekauft haben (2008: 57 Prozent). Bei Haushalten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 75.000 US-Dollar liegt dieser Wert bei 80 Prozent, bei Akademikern sind es 77 Prozent. Knapp ein Drittel der Befragten hat einen Online-Gutschein im Laden eingelöst.

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