Status: Nicht angemeldet

Umfrage von CreditPlus

Viele wollen konsumieren, können aber nicht

14.10.2010

Die positiven Wirtschaftsmeldungen fördern den Optimismus in der Bevölkerung. Vor allem die Jüngeren blicken hinsichtlich Einkommen und Lebensqualität zuversichtlich in die Zukunft. Doch nicht jeder hat auch tatsächlich die finanziellen Möglichkeiten, so zu konsumieren, wie er es sich wünscht - das belegt eine repräsentative IPSOS-Umfrage im Auftrag von CreditPlus.

Die Verbraucher zeigen sich hinsichtlich höherer Investitionen, wie dem Auto- oder Möbelkauf oder auch größerer Elektronik, teilweise noch zögerlich: Es wird weiterhin gespart. Mehr Sicherheit bezüglich der eigenen wirtschaftlichen Lage und ein größeres Vertrauen in das Finanzsystem könnten zum einen die Sparneigung reduzieren und einen mutigen Konsum fördern. Zum anderen könnte es die Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten begünstigen und auch über diesen Weg zu einem besseren Konsumklima führen. Das zeigt eine genaue Betrachtung der unterschiedlichen Verbrauchergruppen.

Der verhinderte Käufer

59 Prozent der Bevölkerung haben Lust dazu, Geld auszugeben. Doch nur 45 Prozent der Deutschen haben unabhängig von ihrer Konsumneigung auch die finanziellen Möglichkeiten dazu. Der Anteil der Bevölkerung, der Lust zum Kaufen, aber keine finanzielle Möglichkeiten dafür hat, liegt bei 46 Prozent und ist damit wie in den vergangenen Monaten weiterhin hoch. Dieser Gruppe gehören vor allem Personen an, die in großen Haushalten mit über fünf Personen wohnen: 73 Prozent behaupten, überhaupt "kein Kaufpotenzial" zu besitzen.

"Ich würde gerne kaufen, kann aber nicht": Bei den Befragten mit einem Einkommen von bis zu 2.499 Euro netto bejahen rund 50 Prozent diese Aussage hinsichtlich ihrer Kaufabsichten. Bei denjenigen mit 2.500 bis 3.499 Euro bzw. ab 3.500 Euro Einkommen sind es jeweils "nur" 40 bzw. 36 Prozent, deren Kauflust nicht befriedigt werden kann.

Zwischen Kauflust und -frust

Die Kauflust ist zwischen 14 bis 54 Jahren durchgängig ähnlich und liegt bei 28 Prozent der Befragten in der jeweiligen Altersgruppe. Bei den Verbrauchern über 55 Jahren sind 36 Prozent Kaufmuffel: Sie könnten, aber wollen kein Geld ausgeben; weitere 38 Prozent sind wie die 50 Prozent der 14 bis 54jährigen willig, aber nicht in der Lage, ihre Kaufabsichten umzusetzen.

Jünger = optimistischer

Sowohl im Westen als auch im Osten der Republik sind die Verbraucher (rund 60 Prozent) "recht optimistisch" hinsichtlich Einkommen und Lebensqualität.

82 Prozent der 14- bis 34jährigen behaupten von sich, beim Gedanken an den eigenen Lebensstandard und ihr Einkommen in den nächsten Monaten "sehr" oder "recht" optimistisch zu sein. 73 Prozent der 35- bis 54jährigen sowie 60 Prozent der über 55jährigen zählen sich ebenfalls zu den Optimisten.

Sparen bleibt "in"

Sparen gibt den Verbrauchern ein Sicherheitsgefühl. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist auch im zweiten Halbjahr stark ausgeprägt: "Eher sparsamer" als im ersten Halbjahr schätzen sich 22 Prozent ein - ein Anteil, der altersunabhängig in der gesamten Bevölkerung etwa gleich hoch ist. "Etwas sparsamer" sind bei den bis zu 22jährigen und über 55jährigen rund 20 Prozent; in der Altersgruppe der 35 bis 54jährigen sind es sogar 23 Prozent. Nur bei den 14- bis 21jährigen spiegelt sich die Zuversicht hinsichtlich der eigenen finanziellen Möglichkeiten auch im veränderten Kaufverhalten: 23 Prozent geben an, "weniger sparsam" zu sein als im ersten Halbjahr dieses Jahres.

Männer mit Abi stehen auf Elektronisches

15 Prozent der Befragten, planen den Kauf eines Elektrogerätes, das mehr als 500 Euro kostet. Dabei sind die Männer (19 Prozent) kauflustiger als die Frauen (11 Prozent). Bei der Gruppe derjenigen mit Abitur oder Universitätsabschluss ist die Bereitschaft zur Investition am höchsten: 16 Prozent wollen ein Elektrogerät kaufen. Zum Vergleich: Bei den Hauptschulabsolventen sind es nur 10 Prozent.

Zur Umfrage

Vom 8.9. bis 24.9.2010 wurden bei einer repräsentativen Zufallsstichprobe 2.000 Personen ab 14 Jahre telefonisch befragt. 50 Prozent der Interviewten wohnen in einem Zwei- oder Drei-Personenhaushalt.

(Foto: Pixelio.de / Ernst Rose)

zurück zur Übersicht


Aktuelles Heft

MiniLAB Spezial

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.

Werbung