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Talkline fordert "iPhone für alle"

05.06.2007

Während sich in den USA der Launch des iPhone mit großen Schritten naht (Start-Datum ist der 29. Juni), macht Provider Talkline hierzulande mit einem offenen Brief an Steve Jobs von sich reden, in dem er ein "iPhone für alle (Netzbetreiber)" fordert. Hintergrund des Briefes: In den USA ist Apple für die Vermarktung des iPhone einen Exklusiv-Vertrag mit AT&T eingegangen, und möchte dieses Modell auf Europa übertragen. Da das iPhone Grenz-übergreifend von einem Netzbetreiber vermarktet werden soll, kommen nicht viele Partner für dieses Geschäft in Frage.

Demgegenüber meint Talkline-Chef Christian Winther, Kunden sollten die Möglichkeit haben, das Apple-Handy mit „unterschiedlichen Netzen und Tarifen zu kombinieren.“ Jobs solle sich auf seine Prinzipien besinnen: Für Winther „sind der Begriff Wahlfreiheit und die Marke Apple nahezu synonym“. Seit 30 Jahren sei Apple „die beste Alternative zu den als Quasi-Monopol aufgestellten Betriebssystemen des Marktführers“. Das Mac-Betriebssystem sei in der Vergangenheit für Entwicklungen von Drittanbietern und Open-Source-Projekte offen gewesen. Das zeuge von einem „tiefen Verständnis für demokratische Marktstrukturen“, schreibt Winther in seinem Brief. Während Branchenbeobachter nicht davon ausgehen, dass Winther mit seinem Appell an Apple Erfolg haben wird, zeugt der offene Brief nach deren Ansicht von der hohen Attraktivität des iPhone sowie dem großen Interesse aller deutschen Netzbetreiber an dem Apple-Handy.

Während man hierzulande und in Fernost noch auf den genauen Launch-Termin wartet (Europa Ende des Jahres, Japan 2008), bereitet sich der US-amerikanische Markt scheints auf einen großen Hype vor. Jobs jedenfalls erwartet, dass im ersten Jahr nach dem Launch 10 Millionen Einheiten des Gerätes verkauft werden. Das Apple-Fon wird (je nach Speicher) zum stattlichen Preis von 499 oder 599 Dollar in 1.800 AT&T- sowie rund 200 Apple-Shops zu haben sein. Stimmt Jobs Prognose, läge der Handelsumsatz mit dem iPhone nach einem Jahr bei fünf Milliarden Dollar. Wie wichtig das Produkt für Jobs ist, zeigt folgende Tatsache: Der Apple-Chef hat eine Verzögerung des neuen Macintosh-Betriebssystems Leopard in Kauf genommen, damit Apple-Ingenieure ihre Kraft in die Entwicklung des iPhone stecken können.

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