Nach Vorlage des Berichtes einer unabhängigen Kommission entschuldigte sich Shuichi Takayama (Foto), jetziger President von Olympus, vor Journalisten erneut für die jahrzehntelangen Vorgänge in seinem Unternehmen. Nach seinen Aussagen soll jetzt ein internes Gremium Untersuchungen aufnehmen.
Nicht weniger als 70 Personen, die bei Olympus in verantwortlichen Positionen tätig waren oder noch sind, sollen dabei auf Verwicklungen in den Bilanzskandal überprüft und gegebenenfalls vor Gericht gestellt werden. Dies berichtet die internationale Nachrichtenagentur Bloomberg.
Darüber hinaus sollen externe Gremien dabei helfen, das Management zu reformieren. Auch ein neuer Vorstand soll aufgebaut werden. Doch wer dort tätig sein werde, liege in der Entscheidung der Aktionäre, erklärte Takayama. "Wir hoffen, als ein grunderneuertes Olympus wiedergeboren zu werden", so der President.
Ob der Brite Michael Woodford, der die Aufdeckung der Bilanzfälschung ins Rollen brachte, wieder unter den Spitzenleuten des Unternehmens sein werde, ließ Takayama offen. "Wir haben seinem Verhalten gegenüber eine positive Einschätzung", erklärte der japanische Manager. Doch auch diese Entscheidung liege nicht bei ihm, sondern ebenfalls bei den Aktionären. Diese würden darüber entscheiden, nachdem Olympus seinen Halbjahresbericht bzw. die revidierten Zahlen für die vergangenen fünf Jahre vorgelegt habe.

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