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T-Mobile: Weiterer Margeneinbruch erwartet

16.06.2006

Wegen Überkapazitäten im deutschen Mobilmarkt sieht T-Mobile Deutschland-Chef Philipp Humm noch "viel Spielraum auf der Preisseite". Auch eine verstärkte Handynutzung könne den Umsatzrückgang als Folge sinkender Minutenpreise nicht ausgleichen. Alleine durch Datendienste könne in den kommenden Jahren noch ein Wachstum von etwa drei Prozent erreicht werden, so der Manager gegenüber FTD.

Aufgrund so genannter No-Frills-Anbieter, die mit günstigen Minutenpreisen für deutschlandweite Telefonate locken und Marktanteile zu Lasten der etablierten Anbieter erobern, ist das Mobiltelefonieren im Jahresvergleich um 12,8 Prozent günstiger geworden. Bei einer nahezu 100-prozentigen Marktsättigung können die einzelnen Anbieter gegenwärtig nur noch mittels Abjagen von Kunden beim Mitbewerb wachsen.

Derzeit bedürfe es dringend einer Umstellung des deutschen Nutzerverhaltens durch Anreize seitens der Netzbetreiber, die über das simple Preisargument hiausgingen. "Nirgendwo in Europa wird weniger telefoniert, nirgendwo sind die Umsätze pro Kunden so niedrig wie in Deutschland", so Humm. Weitere Umsatzeinbußen drohen den Mobilfunkern aufgrund der Bestrebungen der EU-Wettbewerbskommission, die Preise für Auslandstelefonate (Roaming) deutlich zu senken, sowie durch die anstehende Senkung der Terminierungsentgelte für Gespräche vom Festnetz in ein Handynetz.

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