Das Scheitern des Mobilfunk-Discounters Debitel Light könnte laut Financial Times Deutschland (FTD) eine Kettenreaktion unter den verbliebenen Anbietern auslösen. Debitel Light, die nicht nur über das Internet, sondern auch in Saturnmärkten sowie Ringfoto-Filialen verkauften, scheiterten an einer extrem ungünstigen Mischung aus hohen Vertriebskosten und selten telefonierenden Kunden. Das Discount-Problem des Mobilfunk-Providers Debitel hat jetzt einen Abnehmer gefunden: Der relativ junge Anbieter Blau hatte Ende November die etwa 250.000 Light-Kunden übernommen.
Zwar boomt das Discount-Segment. Vier bis fünf Prozent der 82 Millionen Mobilfunkverträge in Deutschland werden bereits über Billiganbieter geführt, die nur im Internet verkaufen. Und Experten schätzen, dass in wenigen Jahren bereits ein Viertel der Handynutzer Kunde bei einem Discounter sein wird. Doch nicht alle Anbieter profitieren. Seit Handelsketten wie Aldi den Markt entdeckt haben, wird die Luft vor allem für die Online-Anbieter dünn. "Die Konsolidierung kommt definitiv", ist E-Plus-Chef Michael Krammer überzeugt.
E-Plus ist nach Ansicht von Branchenkennern übrigens der einzige Netzbetreiber, der mit seiner Discount-Tochter Simyo halbwegs auf der sicheren Seite ist. Bis Jahresende wird Simyo nach FTD-Informationen 800.000 aktive Kunden zählen und knapp 40 Mio. Euro umsetzen. Der durchschnittliche Monatsumsatz je Kunde (so genannter "Average Revenue per User" oder Arpu) erreicht mit mehr als 6 Euro einen der Spitzenplätze in der Branche. Simyo-Chef Rolf Hansen geht davon aus, dass in einem Jahr maximal drei Internet-Anbieter übrig sein werden.

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