Wie der japanische Consumer Electronics Konzern gestern mitteilen musste, steht das Unternehmen vor dem zweiten Jahresverlust in Folge. Um die Lage aufzufangen, hat Firmenlenker Howard Stringer dem CE-Riesen schon in der jüngeren Vergangenheit einen straffen Sparkurs mit Stellenstreichungen und Werksschließungen verordnet. Analysten und Investoren erwarten jedoch für die Zukunft eine überzeugende Wachstumsstrategie.
Potenziale, um das Ruder herumzureißen, erhofft sich Stringer (neben den Möglichkeiten im LCD-TV- sowie im Spielesegment) im Bereich des 3D-Fernsehens. Hier will Sony im kommenden Jahr die ersten Produkte auf den Markt bringen, und auch in angrenzenden Segmenten (Blu Ray Player und Games) das Thema 3D forcieren.
Ob diese relativ stark spezialisierte Produktgruppe tatsächlich das "Allheilmittel" für den Sony-Konzern ist, bleibt abzuwarten. Langfristige Erfahrungen der Vergangenheit zeigen deutlich, dass 3D zwar immer für eine gewisse Kundengruppe interessant, aber nie wirklich Massenmarkt-tauglich war. Auch der 3D-Hype in den Kinos könnte - so wie der in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts - so schnell vorbei sein wie er begonnen hat. Die größten Chancen geben Analysten der 3D-Technologie derzeit im Gaming-Bereich.
Stringer verkündigte in der gestrigen Bilanz-PK auch einige Zahlen für die Zukunft: So wolle man das LCD TV Geschäft bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres (31. März 2011) wieder in die Profitabilität führen, und bis Ende des Fiskaljahres 2012/2013 (31. März 2013) einen Marktanteil von 20 Prozent bezogen auf Stückzahlen erreichen. Außerdem soll bis dahin die operative Gewinnmarge bei fünf Prozent liegen.

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