Vor dem Hintergrund weiter fortschreitender Konvergenz wird die CE-Industrie besonders in Deutschland und Japan weiterhin Federn lassen müssen. Diese Ansicht vertritt Nobuyuki Idei, Vorsitzender des Sony-Unternehmensbeirats. Der Chefberater des Konzerns meinte gegenüber The Inquirer, dass Verbraucher immer mehr in der Richtung "Ein Gerät für alles" denken. Im stationären Bereich sei dies der Fernseher, verbandelt mit dem PC, der dann alle Funktionen regelt - Netzzugang, Spielen, Musik hören, Filme aufzeichnen und so weiter. Im mobilen Bereich sei dies das Mobiltelefon, das mit Minicomputer und Spielekonsole zusammenwachse.
Demzufolge ende bald die Zeit der vielen verschiedenen Geräte. Womöglich bringe Apple dank des iPod-Erfolges und der Bemühungen Richtung iTV den Durchbruch, Computer, Fernseher und Entertainment zu vereinen, so der Sony-Chefberater mit einem Seitenblick auf die US-amerikanische Firma. Sony sei im Gespräch mit Steve Jobs, der die Firma gut kenne.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen müssten sich alle Firmen wandeln, so Idei. Die Situation werde noch verschärft durch asiatische Konkurrenz, die kräftig aufgeholt habe. Sony sei auch deshalb in so schlechter Verfassung, weil man für die Umstrukturierung und Neupositionierung sehr viel bezahlt habe. Doch dies sei ein Investment in die Zukunft.
Als einen entscheidenden Weg in die Zukunft sieht der Sony-Mann das Schmieden strategischer Allianzen. Idei verweist im eigenen Fall auf die erfolgreichen Joint Ventures von Sony und Ericsson im Handy- sowie Sony und Samsung im LC-Display-Bereich.

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