Rot, Grün und Blau – auf diesen drei Grundfarben basieren bis heute sämtliche Bildinformationen aktueller LCD-Displays. Aber das menschliche Auge besitzt die Fähigkeit, selbst geringste Farbnuancen wahrzunehmen und zwischen ihnen zu differenzieren. Der Elektronikkonzern Sharp hat jetzt eine Technologie entwickelt, die dieses breite Farbspektrum über ein LCD-Display beinahe vollkommen darstellen kann. Die Pixelstruktur des neuen Paneltyps basiert statt auf den bisherigen drei nun auf fünf Farben, wobei Cyan (C) und Gelb (Y) die drei Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) ergänzen. Die Kombination schließt somit weitere vom Menschen wahrnehmbare Farben ein und erweitert den Umfang des darstellbaren Farbraums.
Zum Vergleich: Mit dem Standard-RGB-Schema sind nur etwa 35 bis 60 Prozent möglich. Insbesondere Cyan, eine Farbe, die in der Natur aufgrund bestimmter Lichtbrechungen als Himmel-, Wasser- und Eisfarbe vorkommt, war mit dem herkömmlichen RGB-Farbschema von LCD-Displays nur schwierig darzustellen. Auch die detaillierte Abgrenzung unterschiedlicher Gelbtöne, wie Zitronengelb oder dem Gelb einer Sonnenblume, ist mit dem Farbraum herkömmlicher LCD-Panels ungenau.
Das neu entwickelte Display ist mit der „Multi-Primary-Color Technology“ ausgestattet, da das RGBCY-Farbschema eine spezielle bildverarbeitende Elektronik erfordert. Auch der Umwelt kommt die neue Farbvielfalt zugute: Dank der Fünf-Farben Technologie kann die Hintergrundbeleuchtung noch effektiver genutzt werden, was zusätzliche Energieeinsparungen möglich macht. Sharp ist dabei, die Leistung des neuen Displaytyps weiter zu optimieren und die Technologie bis zur Marktreife voranzutreiben. Den ersten Prototyp hat das Unternehmen bereits im Sommer 2009 auf der SID-Konferenz in den USA vorgestellt. Für die Zukunft plant Sharp die Integration des neuen Displaytyps sowohl in professionellen Monitoren als auch in LCD-TVs für den Heimgebrauch.

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.