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Sanyo: Konzern-Umbau steht bevor

28.03.2007

Knapp eine Woche nach dem Sanyo-Vorstandsvorsitzenden Tomoyo Nonaka will nach Angaben aus der Branche nun auch Toshimasa Iue zurücktreten, der bislang operativer Chef des Elektronikkonzerns war. Damit wird der Konzern nach Angaben der Financial Times Deutschland (FTD) erstmals in seiner 57-jährigen Geschichte nicht mehr von der Gründerfamilie geführt. Zusätzlich wird Iues Vater Satoshi Iue, der Sanyo früher geleitet hatte, voraussichtlich seinen Posten als Berater aufgeben. Offiziell wollten Unternehmensvertreter allerdings keine Stellung zu bevorstehenden personellen Änderungen nehmen.

Mit dem Rückzug der Gründerfamilie aus dem Tagesgeschäft steht nach Analysten-Meinung ein radikaler Umbau des Unternehmens bevor. So hatten Berater bereits früher empfohlen, man solle den angeschlagenen Konzern aus den oft defizitären Geschäften mit Endverbraucherprodukten hinausführen. Stattdessen solle man sich auf Industrieprodukte wie Lithium-Ionen-Akkus und Solarzellen konzentrieren. Sanyo gehört hier zu den weltweit führenden Unternehmen. Die Statthalter der Gründerfamilie wehrten sich jedoch bislang gegen den möglichen Verkauf von Sparten wie Handys, Digitalkameras, Fernsehern und Haushaltsgeräten. Stattdessen beharrten sie darauf, den Konzern möglichst in der kompletten bestehenden Struktur zu bewahren.

Als neuer Präsident wird der bisherige Personalvorstand Seiichiro Sano gehandelt, der seit 1977 bei Sanyo arbeitet. Experten erwarten, dass Sano die Geschäfte weiter strafft. Bereits in den letzten Monaten hatten sich harte Schnitte angedeutet.

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