Nach Mitteilungen verschiedener News-Dienste steht bei Samsung offenbar eine konzernübergreifende Umstrukturierung ins Haus. Das berichtet beispielsweise der Nachrichtendienst inside-digital.de unter Berufung auf die südkoreanische Tageszeitung "The Chosun Ilbo". In einigen Teilbereichen wie der LCD- und der Telekommunikationssparte habe das Unternehmen zwischen April und August bereits eine Bewertung des Managements durchführen lassen, heißt es.
In der Telekom-Sparte sei eine Restrukturierung dem Abschlussbericht zufolge bereits beschlossen. Noch in diesem Monat solle die Halbleitersparte bewertet werden. Grundsätzlich sei eine Bewertung der Hauptgeschäftsteile innerhalb eines Jahres äußerst unüblich, so der Newsdienst. Auch innerhalb des Elektronikgeschäfts soll es offenbar Veränderungen geben.
Weiteres Indizien für den Umbau: In Suwon verabschiedete Samsung über 400 Beschäftigte in den Vorruhestand. Außerdem wurden Ausgaben in mehreren Bereichen deutlich zurückgefahren: Sonderzahlungen anlässlich 15- und 20-jähriger Fimenzugehörigkeit habe Samsung aus dem Budget gestrichen. Prämien gebe es nur noch bei 10- und 25-jährigem Dienstjubiläum. Zudem wurden die Übernachtungskosten für Mitarbeiter in Werkswohnungen den Angaben zufolge verdoppelt. Die Subventionierung des Essens in den Werkskantinen wurde um die Hälfte gekürzt und Überstunden werden teilweise nicht mehr bezahlt oder die Mitarbeiter wurden dazu angehalten, die Arbeit während der normalen Schichtzeiten zu bewältigen.
Doch auch auf der Führungsetage soll man offenbar kürzer treten. Teure Geschäftsreisen, vor allem ins Ausland, sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Weiterhin verschärfte der Konzern die monatlichen Limits für die Nutzung von Kreditkarten für dienstliche Einkäufe.

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