Kein Wunder, dass Apple und Samsung ständig im Clinch um Patente und Produktdesign liegen: Dabei geht es nämlich auch um Marktanteile, und Samsung stand (wahrscheinlich sehr zum Ärgernis in Cupertino) im Bereich Smartphones im vergangenen Quartal ganz oben an der Spitze.
Und das weit ab vom restlichen Feld: So konnten die Südkoreaner laut Zahlen von Strategy Analytics im dritten Quartal 2011 knapp 28 Millionen Smartphones produzieren und ausliefern. Für Apple, die Nummer 2 auf dem Siegertreppchen, waren es "nur" etwas mehr als 17 Millionen. Damit steht man der Nummer 3, Nokia, mit 16,8 Millionen Geräten, deutlich näher.
Auch die Marktanteile haben sich verschoben: Samsung legte von Q3/2010 auf Q3/2011 von 9,3 auf 23,8 Prozent zu; Apple musste einen Rückgang von 17,4 auf 14,6 Prozent hinnehmen; und Nokia rutschte dramatisch von ehemals 32,7 auf 14,4 Prozent ab.
Aus den Zahlen folgt, dass Samsung vor allem aus der Schwäche von Nokia profitiert und den Finnen stark Marktanteile abgenommen hat. Bei Apple sieht Strategy Analytics die Sachlage etwas anders: So gab es wahrscheinlich aufgrund der Erwartung des neuen iPhone 4S in Q3 vermehrt Kaufzurückhaltung für Geräte der vorigen iPhone-Generationen. Doch mit dem iPhone 4S, das schon jetzt ein Megaseller ist, werden die Zahlen am Ende des vierten Quartals doch wieder deutlich anders aussehen.
Abzuwarten bleibt auch, ob Nokia die jetzt frisch vorgestellten Windows Phone-Handys (Foto: Lumia 710) nutzen kann, um bis Weihnachten wieder Boden wettmachen zu können.

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