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Quartalsberichte: Viele Verlierer, wenig Gewinner

23.01.2009

Die Wirtschaftskrise hinterlässt sowohl bei eBay als auch bei Sony ihre Schleifspuren. Nach wie vor stark präsentiert sich hingegen Apple, die sich mit einem Nettogewinn von 1,58 Mrd. Dollar im vierten Quartal unbeeindruckt zeigen.

Bei Sony dürfte die Bilanz zum 31. März einen operativen Fehlbetrag von 260 Mrd. Yen (2,2 Mrd. Euro) aufweisen. Der Vergleich zu 2008 zeigt den Wertverlust. Im vergangenen Oktober konnten die Japaner noch einen Betriebsgewinn von 200 Mrd. Yen ausweisen.

"Wir haben es mit einem längeren Abschwung zu tun, der vor allem am Arbeitsmarkt noch seine Folgen zeigen wird. Wenn Sony nun die Produktion seiner beiden japanischen Fabriken für Fernseher zusammenlegt und Kosten sparen will, kann dies nur ein erster Schritt sein", erklärt Analyst Hans Engel. Aufgrund der Spartenstruktur des Unternehmens seien Optimierungsgepräche schwierig und vor allem langwierig.

"Außerdem sollten Währungsbelastungen durch den Yen sowie der einbrechende Absatz der PlayStation 3 nicht vergessen werden. Diese Faktoren drücken sehr auf die Margen des Unternehmens", so Engel. Auf Nettobasis geht Sony von einem Verlust von 150 Mrd. Yen aus, die Umsatzprognose fällt von 9.000 auf 7.700 Mrd. Yen.

eBay wiederum hadert mit dem Weihnachtsgeschäft. Im vierten Quartal fiel der Überschuss um fast ein Drittel auf 367 Mio. Dollar. Auch der Umsatz ging um sieben Prozent auf 2,04 Mrd. Dollar zurück. Die Aktionäre reagierten auf die Bekanntgabe der Zahlen umgehend, sodass die Aktien im nachbörslichen US-Handel nachgaben. Die Kurskapriolen fordern ihren Tribut. Allein im vergangenen Jahr büßte das Unternehmen fast 60 Prozent seines Börsenwerts ein. Die Wechselkursschwankungen machen eBay so stark zu schaffen, weil man mehr als die Hälfte aller Umsätze im Ausland mit Deutschland als dem zweitgrößten Markt nach den USA macht. Hinzu kommt die Konkurrenz durch Amazon. Für das erste Quartal rechnet eBay daher mit einem Umsatz zwischen 1,8 und 2,05 Mrd. Dollar.

Apple schließlich zeigt sich von den Turbulenzen in der "IT-Ecke" (beispielsweise Nvidia oder auch Intel mussten schlechte Ergebnisse präsentieren) unbeeindruckt. Und bislang wirken sich auch die schlechten Nachrichten und seit Monaten schwelenden Gerüchte um den Gesundheitszustand von "Übervater" Steve Jobs scheinbar nicht merklich auf das Konzernergebnis aus.

Dass der Gewinn je Aktie für das vergangene Quartal mit 1,78 Dollar so positiv ausfällt, überraschte selbst die Analysten. Diese hatten im Schnitt einen Wert um nur 1,40 Dollar vorausgesagt. So konnte der Konzern in den zurückliegenden drei Monaten mehr als 2,5 Mio. Mac-Rechner verkaufen, was einer Absatzsteigerung von neun Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum gleichkommt. Bei den iPods liegt die verkaufte Stückzahl bei 22,7 Mio. Geräten, die iPhones schlugen mit 4,3 Mio. iPhones zu Buche. Das Auslandsgeschäft ist für Apple dabei sehr lukrativ und macht inzwischen 46 Prozent aus. Die Anleger honorieren die Ergebnisse. Die Aktie legte in Frankfurt mehr als zehn Prozent zu und steht bei rund 69 Euro. (Quelle: Pressetext.de)

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