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Q3 in den roten Zahlen, Zukunft ungewiss

Kodak hält sich alle Türen offen

04.11.2011

Einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf 1,46 Milliarden US-Dollar (1,06 Milliarden Euro) für das dritte Quartal gegenüber Vorjahreszeitraum musste Kodak jetzt im Rahmen des dritten Quartalsberichtes für das laufende Jahr vermelden. Unterm Strich steht für die US-Amerikaner sogar eine rote Zahl: So musste der Konzern aus Rochester einen Nettoverlust von 222 Millionen US-Dollar hinnehmen. Im Vorjahreszeitraum waren dies "nur" 43 Millionen gewesen. Nach Vermeldung der Zahlen am Donnerstag verzeichnete die in diesem Jahr bereits stark eingebrochene Kodak-Aktie einen weiteren Verlust von acht Prozent.

Die Consumer Digital Imaging Group mit Digitalkameras und Bilderrahmen für Verbraucher bleibt dabei eines der "Problemkinder" des Konzerns: So setzte diese Sparte mit 408 Millionen US-Dollar 256 Millionen weniger um als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Wenn man die Einnahmen aus Patentlizenzierungen vor einem Jahr herausrechnet, sieht das Bild leicht besser aus: Dann steht eine Verbesserung des Ergebnisses um 53 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr auf dem Zettel.

Angesichts der schlechten Zahlen hat Kodak-CEO Antonio Perez (Foto) gegenüber der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC die Zukunft seines Unternehmens offen gelassen: So äußerte der Geschäftsführer laut der US-amerikanischen Zeitung USA Today, die Fähigkeit seines Unternehmens, das operative Geschäft über die nächsten zwölf Monate fortzusetzen, hänge davon ab, ob man das Patent Portfolio im Bereich des digitalen Imaging verkaufen oder lizenzieren könne, oder von "alternativen Aktionen".

Perez äußerte weiter, diese "nötigen Aussagen" sollten nicht in so fern falsch verstanden werden, dass die gegenwärtige Situation seinen Optimismus bezüglich des Verkaufs der Digital Imaging Patente dämpfen würde. "Die Chancen liegen hier sehr hoch." Außerdem hofft der Konzernlenker auf ein erfahrungsgemäß gutes viertes Quartal, um die im Laufe des Jahres abgeschmolzenen Barbestände (von 1,6 Milliarden US-Dollar im Januar auf 862 Millionen US-Dollar Ende September) wieder auf 1,3 Milliarden aufzustocken.

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