Da die Entscheidung für das Gebot von Patriarch Partners einem New Yorker Konkursrichter nicht passte, ist die Bieterauktion für Polaroid wieder eröffnet. Heute (Mittwoch) müssen die zwei führenden Bieter, Patriarch Partners sowie das Bieter-Joint Venture Hilco/Gordon Brothers, noch einmal letzte Gebote abgeben.
Grund für die Wiedereröffnung des Bieterverfahrens: Weil den Hedgefonds und Polaroid-Gläubigern Ritchie Capital Management, Acorn Capital Group and Lancelot Investors Fund das erzielte Höchstgebot von Patriarch Partners zu niedrig war, zogen sie vor den Richter, und beschwerten sich über das Auktionsergebnis.
Der erzielte Verkaufspreis sei nur ein Zehntel von dem, was die Petters Group Worldwide vor drei Jahren gezahlt habe, erklärte Ritchie Capital, und das, obwohl sich die Unternehmenswerte von Polaroid weder dramatisch verändert noch verringert hätten.
Außerdem wiesen die Hedgefonds auf einen „hochgradig chaotischen Auktionsprozess“ hin. In dessen Verlauf sei untergegangen, dass Hilco/Gordon Brothers zwar weniger Bares locker machen, dafür aber mehr Investitionen in das Unternehmen selbst tätigen will. Summa summarum lag das Gebot des Joint Ventures damit über dem von Patriarch. „Es ist nur fair, denn wir hatten das höhere Gebot“, ließ sich denn auch gestern der Chief Executive von Hilco, James Salter, zur Neueröffnung des Bieterverfahrens vernehmen.

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