... Hilco / Gordon Brothers. Das Bieter-Joint Venture bekam am Donnerstag den Zuschlag für ein Gebot von insgesamt 87,6 Millionen Dollar. Das ist deutlich höher als der Preis, der Anfang vergangener Woche erzielt wurde.
Doch für die Gläubiger von Polaroid immer noch deutlich zu wenig. Das erzielte Ergebnis sei lächerlich im Vergleich zu dem, was durch eine Reorganisation des Unternehmens hätte erreicht werden können, so ein Sprecher von Gläubiger Ritchie Capital.
Unklar ist bislang, wie die Pläne von Hilco / Gordon bezüglich Polaroid sind beziehungsweise was mit Firmensitz und Mitarbeitern geschieht. Aussagen hierzu waren nicht sehr deutlich - man wolle die Marke Polaroid erhalten, die weltweit nach wie vor eine immense Wirkung habe und zahlreiche Möglichkeiten biete, so Hilco Consumer Capital Chief Executive Jamie Salter.
Patriarch Partners hatte zumindest das Versprechen geäußert, sich um einen Wiederaufbau des Unternehmens zu bemühen. Überhaupt scheint auch jetzt die letzte Runde um den zukünftigen Besitzer nicht ausgefochten zu sein: Wie ein Sprecher von Patriarch erklärte, wolle man Berufung gegen die Entscheidung vom Donnerstag einlegen.
"In einer offenen Auktion sollten die Dinge transparent ablaufen und das höchste Gebot gewinnen", so der Sprecher, der damit auf den mitunter chaotischen und verworrenen Auktionshergang anspielt. Außerdem lag das letzt Gebot von Patriarch tatsächlich leicht über dem von Hilco / Gordon.
Problem dabei: Eine relativ hohe Summe, beispielsweise 11 Millionen US-Dollar für eine Kunstsammlung, wäre an Unternehmenswerte gebunden gewesen. Das schmeckte den Gläubigern und scheinbar auch dem Konkursrichter Gregory Kishel nicht - der den Zuschlag dem konkurrierenden Bieter erteilte ...

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