Seit gestern (Sonntag) Abend, 18.00 Uhr, ist die photokina 2008 Geschichte. Nach Aussagen der Messemacher war das globale Imaging-Event in Köln insgesamt "überaus erfolgreich". Für den Beobachter vor Ort zeigte sich ein gemischtes Bild: An manchen Tagen erreichte der Besucherzulauf solche Spitzenwerte wie noch nie, etwa am Messe-Donnerstag, an anderen Tagen war es im Vergleich zu früheren Veranstaltungen sehr ruhig. Immerhin reichte es insgesamt, um wieder eine kleine Steigerung hinzulegen: Die Koelnmesse verzeichnete nach ersten Ergebnissen insgesamt 169.000 Besucher, vor zwei Jahren waren es leicht weniger, nämlich 162.000, gewesen.
Die Stimmung der Besucher und der Aussteller war insgesamt sehr gut, und das auch und gerade vor dem Hintergrund der Entwicklungen auf dem globalen Finanzmarkt, die kurz- und mittelfristig das Konsumverhalten und damit auch die Imaging-Branche beeinflussen werden. 1.523 Anbieter aus 49 Ländern zeigten ihre Produkte vor Ort, zum Teil mit gigantischer Resonanz, so wie bei den "Platzhirschen" Canon, Casio, Kodak, Nikon, Panasonic, Pentax, Sony und Co., zum Teil aber auch (wieder) mit dünner Besucherdecke, etwa in Halle 9, die - relativ weit abgeschlagen vom "harten Kern" des Messegeländes - vor allem die eher traditionell orientierten Anbieter von klassischen Fotoalben oder auch herkömmlichen Bilderrahmen beherbergte. Die Kölner hatten dort sicherlich nicht von ungefähr Stände wie den von "fotocommunity.de" platziert, um zumindest einige Anziehungspunkte zu bieten. Doch immerhin war es deutlich besser als vor zwei Jahren, wo teilweise "tote" Hallen zu sehen waren: Die Reorganisation des Messekonzeptes, die sich auch dieses Jahr wieder am Imaging-Workflow orientierte, hat sicherlich viel dazu beigetragen.
Für Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt jedenfalls bestätigte die photokina 2008 ihre "unangefochtene Spitzenposition als globale Leitmesse der gesamten Branche". Dies sei vor allem auf das "immense Innovationspotenzial" der Messe zurückzuführen, das dazu geführt habe, dass sich internationale Fachhandelsbesucher sowie professionelle Anwender aus aller Welt mit "großem Interesse" über Zukunftstechnologien und neue Businessstrategien informierten. Mit 66 Prozent Auslandsanteil und einer Steigerung der Länderbeteiligung (2006: 46 Länder) sei die Internationalität der Messe zudem nochmals leicht gesteigert worden.
Für Helmut Rupsch, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, hat sich die Branche "in ausgezeichneter Verfassung" präsentiert. Rupsch freut sich besonders über die deutlich gestiegene Zahl junger qualifizierter Fachbesucher und Endverbraucher. "Das Thema Imaging ist endgültig bei den jungen Zielgruppen angekommen."

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