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Philips kritisiert Messe-Häufigkeit

30.08.2006

Ob der Zeitpunkt rund drei Tage vor dem offiziellen Beginn der IFA 2006 in Berlin günstig gewählt ist oder nicht, bleibt noch zu klären: Jedenfalls hat Philips, einer der größten CE-Konzerne weltweit, offene Kritik an der hohen Zahl der Messeveranstaltungen, die mitunter auch sehr dicht beieinander liegen, geübt. "Es gibt jedes Jahr die CES in Las Vegas, die CeBIT in Hannover und die IFA in Berlin." Das klinge nach zu viel, meint Rudy Provoost, Chef der Unterhaltungselektronik-Sparte bei Philips.

Dabei ist es fraglich, ob die Kritik die IFA in Berlin treffen soll, die ab diesem Jahr jährlich stattfindet: So ist Hans-Joachim Kamp, Mitglied des Aufsichtsrates des Branchenverbandes gfu, der die IFA gemeinsam mit der Messe Berlin ausrichtet, gleichzeitig Mitglied der deutschen Philips-Geschäftsführung.

"Es ist wichtig, dass wir bei solchen Veranstaltungen irgendwann zu einem Zeitplan kommen, der einen effektiveren Einsatz der Ressourcen erlaubt", so Provoost weiter. Philips war in diesem Jahr erstmals nicht als Aussteller auf der CeBIT vertreten. Begründung: Man wolle sich auf die IFA konzentrieren. Nach der Absage von Nokia zur CeBIT 2007 sowie der offenen Kritik von Provoost gerät die IT-Schau in Hannover immer mehr ins Kreuzfeuer, nachdem bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche namhafte Konzerne der Messe in Hannover den Rücken gekehrt hatten. Derweil fordert der niederländische Philips-Manager eine "Konsolidierung solcher Veranstaltungen".

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