Unglaublich, aber wahr: Ausgerechnet Wal Mart, einer der größten Vollsortiment-Discounter auf diesem Globus, hat seinen US-Kunden jahrelang zu viel Geld aus der Tasche gezogen, im Durchschnitt 8,40 Dollar pro Einkauf. Dass dieser Vorgang, der auf einem Systemfehler beim Einlesen der Waren-Barcodes beruhte, über mehrere Jahre nicht auffiel, liegt (unter anderem) am US-amerikanischen Verfahren der Preisauszeichnung: Preise am Regal sind dort grundsätzlich ohne Mehrwertsteuer ausgezeichnet, sodass der Durchschnittsamerikaner daran gewöhnt ist, dass sich der Einkauf an der Kasse "teurer anfühlt".
Herausgefunden hat das Debakel das kalifornische Justizministerium. Bei Stichproben in 164 Läden kam heraus, dass vor allem Lebensmittel, aber auch andere Waren wie Kleidung, an der Kasse zu teuer abgerechnet wurden.
Wal Mart hat schnell auf die peinliche Entdeckung reagiert: Das Unternehmen wolle 1,4 Millionen Dollar Entschädigung zahlen, so das kalifornische Justizministerium. Außerdem soll ein Ombudsmann Beschwerden von Kunden in Kalifornien entgegennehmen. Dieser soll zudem wöchtentlich in allen Filialen die Preise auf ihre Richtigkeit überprüfen lassen. Bei neuen Fehlabrechnungen will Wal-Mart den Kunden jeweils die Preisdifferenz zuzüglich drei Dollar erstatten.

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