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Panasonic: Sanyo-Übernahme vom Tisch?

27.11.2008

Die Gespräche über die Sanyo-Übernahme durch Panasonic sind vorerst gestoppt: Die Bank Goldman Sachs, die gemeinsam mit Daiwa Securities sowie der Sumitomo Mitsui Bank rund 70 Prozent des Unternehmens über Vorzugsaktien hält, hat die Verhandlungen mit Panasonic über die Sanyo-Übernahme abgebrochen. Begründung: Die laut unbestätigten Medienberichten vorgeschlagenen 120 Yen je Sanyo-Aktie (umgerechnet insgesamt rund 6 Milliarden Euro), die Panasonic bereit sei zu zahlen, seien der Investment-Bank nicht genug. Deshalb würden sich derzeit weitere Verhandlungen nicht lohnen.

Zum Hintergrund: Nachdem im Oktober mehrfach die Gerüchteküche brodelte, es gebe Verhandlungen zwischen Panasonic und Sanyo, hatten sich die beiden Unternehmen Anfang des Monats positiv zum Thema geäußert. Vor wenigen Tagen sah es bereits so aus, als sei die Übernahme unter Dach und Fach. Umso überraschender kommt die jetzige Wendung. Für Sanyo wäre das Scheitern der Übernahme ein schwerer Schlag: Das Unternehmen, das in den letzten Jahren bereits ins Trudeln gekommen war, müsste (sollte sich kein anderer Käufer finden, der bereit ist mehr zu bieten) es aus eigener Kraft schaffen, in dem jetzt erschwerten Marktumfeld erfolgreich zu agieren. Analysten sehen sogar die Zukunft des Unternehmens gefährdet.

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