Mancher CE-Branchenkenner hat sich schon lange den Kopf zerbrochen, wie Panasonic in Zukunft seine Plasma-Produktionen sinnvoll auslasten will - der Markt für Plasma-TVs ist insgesamt rückläufig, LCD setzt sich immer stärker durch und erobert jetzt auch den Bereich der großen Bildschirmdiagonalen, die bislang den Plasmas vorbehalten waren. Doch Panasonic dreht den Spieß um - und hat den Plasma-Bildschirm klein gemacht: Vor wenigen Tagen wurde im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Japan das Ergebnis von "einer Dekade Forschungsarbeit" vorgestellt - der Mini-Plasmadisplay, der wiederum in einen Bereich eindringen soll, den gegenwärtig noch das LCD-Segment dominiert. Denn kleine LCDs finden ihren Einsatz in den meisten mobilen Geräten vom MP3-Player bis zur Digitalkamera.
"Seit nahezu einem Jahrzehnt haben Panasonic-Ingenieure geheim an einem dünnen, leichten, kompakten Plasma Display mit geringem Stromverbrauch gearbeitet", erklärt Mark Balsama, Manager in der Communications Systems Division von Panasonic. Laut Balsama kommen die neuen Plasmas mit besseren Eckdaten daher als OLED-Displays, die bereits in der Schlacht um die Display-Marktführerschaft gegen LCD angetreten sind: Die Plasma-Zwerge, die in Partnerschaft mit dem Unternehmen AbleComm entwickelt wurden, sind heller, kontrastreicher und dünner, und - ein ganz entscheidender Vorteil - sie können kostengünstiger hergestellt werden.
Den Start machen die Plasmas in Mobiltelefonen, dies soll - so Balsama - in diesem Herbst der Fall sein. Doch bei Panasonic kann man sich vorstellen, dass die Mini-Plasmas in allen Arten von kleinen mobilen Geräten zum Einsatz kommen, von Kameras über MP3-Player und Armaturen im Auto bis hin zu digitalen Bilderrahmen. Auch eine Variante als Touchscreen ist möglich.

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