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(N)Onliner Atlas: "Digitale Spaltung" geht weiter

22.12.2006

Die fünfte Gender-Sonderauswertung des (N)Onliner Atlas zeigt: Die Internetnutzung ist seit 2002 kontinuierlich gestiegen, die klassischen Merkmale der digitalen Spaltung haben aber weiterhin Bestand. Frauen holen auf: Erstmals sind über 50 Prozent von ihnen online und die Differenz zu den Männern ist gesunken. Der positive Trend setzt sich auch bei den Älteren fort: die 50 bis 59-jährigen Frauen erreichen ebenfalls 50 Prozent Onlinerinnen.

Der Bildungsgrad beeinflusst den OnlinerInnen-Anteil: Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium sind mit 80 Prozent Onlinenutzung gleichauf – demgegenüber ist die Schere zwischen Frauen und Männern größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre sind zu 17 Prozent online und liegen damit 23 Prozentpunkte unter dem Nutzungsgrad der Männer.

Einen ähnlichen Einfluss hat der berufliche Status: Die Differenz zwischen Frauen und Männern aus der Gruppe der ArbeiterInnen/HandwerkerInnen ist von 13 Prozentpunkten 2002 auf 29 Prozentpunkte 2006 gestiegen. Tendenziell nivellieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern je höher der berufliche Status ist.

Bei den Frauen ist die Internetnutzung in fast allen Einkommensgruppen gestiegen und am stärksten im mittleren Bereich. Bei den Männern dagegen ist der Onliner-Anteil im Einkommensbereich 500 bis 1.000 Euro um 10 Prozentpunkte gestiegen, bei den Frauen mit geringem Einkommen hat es einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr gegeben. Auch hier sind die Abstände zwischen Frauen und Männern umso größer, je niedriger das monatliche Haushaltseinkommen ist.

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