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Nokia fährt Verlust ein und hofft auf Musikdienst

17.10.2008

Jetzt hat es auch den Platzhirschen kalt erwischt: Nokia leidet immer stärker unter dem Preiskampf sowie der Billig-Konkurrenz aus Asien und hat im dritten Quartal ein Drittel des Gewinns verloren. Wie das Unternehmen bekannt gab, sank der Nettogewinn auf 1,09 Mrd. Euro bzw. 0,29 Euro je Aktie. Noch vor einem Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von 1,56 Mrd. Euro. Mit diesem Einbruch liegt Nokia sogar noch unterhalb den Erwartungen der Analysten. Diese hatten einen Gewinneinbruch von nur 28 Prozent prognostiziert. Für das vierte Quartal geben die Finnen aber einen optimistischen Ausblick. Der Marktanteil werde zumindest gehalten oder leicht gesteigert, heißt es.

Jetzt ruhen die Hoffnungen unter anderem auf dem Musikdienst "Comes with Music", mit dem Nokia sich sowohl an Apple anlehnen als auch zu dem Primus der Musikbranche aufschließen will. Experten loben zwar einerseits das Konzept, da es mehr kostenlose Titel einschließe als iTunes, sehen aber andererseits noch Nachholbedarf. Apple und die iTunes-Software seien inzwischen so populär, dass es für den Konzern aus Finnland großer Anstrengungen bedürfe, zu den Amerikanern aufzuschließen.

Update:

Nach Nokia musste jetzt auch Sony Ericsson äußerst schlechte Quartalszahlen vorlegen. Nach dem bereits dramatischen Gewinneinbruch im zweiten Quartal weist die jetzt bekannt gegebene Bilanz zum dritten Quartal Nettoverluste in Höhe von 25 Mio. Euro auf. Diesen steht im Vorjahr ein Überschuss von 267 Mio. Euro gegenüber. Eigenen Angaben zufolge seien Währungseffekte sowie der Konzernumbau für die negativen Zahlen verantwortlich. Für Branchenexperten kommt das Minus des Konzerns wenig überraschend.

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