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Noch mehr Wettbewerb an der Handelsfront

MSH konkretisiert Eigenmarken-Pläne

09.09.2010

Die MSH-Gruppe hat ihre bereits angekündigten Eigenmarken-Pläne jetzt weiter konkretisiert. Nach Aussagen von Media-Saturn-Chef Roland Weise sollen in den Fachmärkten beider Vertriebslinien in den kommenden zwei Jahren insgesamt vier Eigenmarken ("ok.", "Koenic", "Isy" und "Peaq") eingeführt werden, die unter anderem die Produktbereiche der Haushalts-Groß- und Kleingeräte, aber auch PCs und Unterhaltungselektronik abdecken sollen. Preislich sollen die Produkte grundsätzlich etwa zehn Prozent unter vergleichbaren Markengeräten liegen. Das Konzept, dem umfassende Marktanalysen vorausgegangen sind, wird laut Weise in allen Ländern zum Einsatz kommen, in denen MSH-Märkte zu finden sind.

Los geht es noch dieses Jahr zum Weihnachtsgeschäft mit "ok." und "Koenic", wobei erstere den Einstiegsbereich und letztere Marke den gehobenen Bereich abdecken soll. Beide Marken werden für diverse Geräte genutzt. "Peaq" wiederum startet im ersten Halbjahr 2011 und wird speziell für Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen. Letzte Marke im Bunde ist "Isy", die ab zweite Jahreshälfte 2011 den Bereich von Elektronikzubehör abdeckt.

Als OEM-Partner hat sich MSH nicht nur Asiaten wie Foxconn - bekannt als Apple-Fertiger - ins Boot geholt: Weiterer namhafter Partner ist Bosch Siemens, die in Deutschland zu den marktführenden Unternehmen im Hausgerätebereich zählen. Überhaupt wolle man, so Einkaufsleiter Wolfgang Kirsch, in allen Segmenten mit Markenherstellern kooperieren. Bis 2015/16 ist geplant, etwa fünf Prozent des gesamten Absatzvolumens in den Media-Saturn-Märkten mit Eigenmarken zu bestreiten.

Mit dem Eigenmarkenkonzept tritt MSH in direkten Wettbewerb zu den Markenlieferanten, die ebenfalls in den Märkten ihre Waren feilbieten. Sollten die über das neue Konzept nicht sehr beglückt sein (es sei denn, sie sind MSH OEM Partner), dann wird sie folgender Passus aus einer Mitteilung des Handelskonzerns noch unglücklicher machen: Demnach ist geplant, durch eine "hervorgehobene Präsentation in den Märkten" dafür zu sorgen, "dass die Kunden die Eigenmarken am POS schnell erkennen und auffinden können".

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