Mit neuen Regeln, die mit großer Mehrheit angenommen wurden, will das Europäische Parlament jetzt die Rechte von Online-Käufern stärken. Dies betrifft sowohl die Information durch den Verkäufer als auch die Lieferbedingungen sowie das Widerrufsrecht. So sehen die neuen Regeln beispielsweise vor, dass Verbraucher bei Onlinekäufen innerhalb der EU zwei Wochen lang die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu ändern, das heißt zu widerrufen.
Weiterhin sollen die Regeln für digitale Downloads geklärt und der Verwaltungsaufwand für kleine und mittlere Unternehmen verringert werden.
"Da die aktuellen EU-Vorschriften zum Verbraucherschutz vor der digitalen Revolution verabschiedet wurden, sind die Verbraucher momentan bei Onlineeinkäufen schlecht geschützt", teilt das Europäische Parlament in einer Pressemitteilung mit. Bedenken über späte Lieferung oder Nichtlieferung der bestellten Güter und die Fragmentierung der Regeln zum Verbraucherschutz in den verschiedenen Mitgliedstaaten würden zurzeit viele Verbraucher vor grenzüberschreitenden Onlinekäufen abhalten. "Gleichzeitig sind laut den Unternehmen die Rechtsunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der Hauptgrund für fehlende grenzüberschreitende Verkäufe."
Nach der Abstimmung des Parlaments muss der Rat noch formal die neuen Regeln annehmen. Dies wird voraussichtlich Ende Juli geschehen. "Die Mitgliedstaaten werden dann zwei Jahre Zeit haben, die Regeln umzusetzen", so das Parlament abschließend.
(Abbildung: Europäisches Parlament)

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