Sony und Ericsson haben heute bekannt gegeben, dass sich Ericsson komplett aus dem Joint Venture zurückzieht. Das bisherige Tochterunternehmen des japanischen CE-Konzerns und des schwedischen Netzausrüsters wird eine 100-prozentige Tochter von Sony. Für den Erwerb der 50-prozentigen Anteile von Ericsson zahlen die Japaner eine stolze Summe von 1,05 Milliarden Euro.
Dass die "Ehe" zwsichen den beiden Konzernen früher oder später aufgelöst wird, hatten Marktbeobachter bereits seit Jahren erwartet: Sony Ericsson war nach einem fulminanten Start in den Markt vor einer Dekade in den letzten Jahren oft in den roten Zahlen gewesen. Marktanteile waren verloren gegangen, weil die Schweden-Japaner bestimmte Trends zu spät aufgriffen. Durch die strategische Entscheidung, nur noch Smartphones zu produzieren, hatte man in den vergangenen Monaten wieder Boden gewonnen. Trotzdem machte das Übernahme-Gerücht bereits seit Wochen die Runde.
Mit der vollständigen Integration der Tochter in den Konzern will Sony erreichen, die Smartphones noch effektiver in das bestehende CE-Portfolio zu integrieren und die Konnektivität mit diesen Geräten deutlich zu verbessern. Ob der Name "Sony Ericsson" als Marke weiter bestehen bleibt, ist bislang noch unklar.
Nach dem Motto "Niemals geht man so ganz" haben die beiden Konzerne die Absicht erklärt, eine Initiaitve zu gründen. Diese soll zum Ziel haben, die schnurlose Konnektivität über Plattform-Grenzen hinweg zu fördern.

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