Das Handygeschäft ist eines der härtesten der Welt, und die "Player" in diesem Bereich müssen erfolgreich sein - oder können sich warm anziehen. So ergeht es jetzt Motorola, dank dem Top-Handymodell "Razr" 2006 ganz vorne mit dabei. Weil ein Nachfolgemodell fehlte, wurde im vergangenen Jahr Verlust gemacht. Die erste Reaktion: Der langjährige Motorola-Chef Ed Zander "durfte" jetzt seinen Platz räumen, seit Anfang des Jahres hat Greg Brown, bislang für das operative Geschäft zuständig, seinen Platz eingenommen.
Jetzt kommt die nächste Stufe: Großaktionär Carl Icahn macht Druck und will Unternehmen und Aktionäre überzeugen, die defizitäre Handysparte loszuschlagen. Für die Investoren ein logischer Schritt, für den Markt gewiss eine Überraschung: Bis vor wenigen Monaten gehörte Motorola zu den fünf besten und stärksten Marken im Handybereich, und der Markenname ist - trotz umfassender Aktivitäten der US-Amerikaner im Netzwerkbereich - eng mit dem Consumergeschäft verbunden. Die Entscheidung von Motorola würde letztendlich Nokia und Samsung weitere Marktanteile zuspielen und möglicher Weise dazu führen, dass Sony Ericsson unter die Top 3 aufsteigt.

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