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Medion: Neuausrichtung nach Gewinnrückgang

24.03.2006

Nach einem starken Gewinnrückgang will der als Aldi-Lieferant bekannt gewordene Elektronik-Konzern Medion mit Einsparungen und moderner Unterhaltungselektronik die Talfahrt stoppen. Ganz oben auf der "To-do-Liste" steht dabei der Verzicht auf nicht profitable Geschäfte. Diese haben laut Medion-Chef Gerd Brachmann in der Vergangenheit rund 20 Prozent des Umsatzes ausgemacht. Durch Umsetzung der angekündigten Maßnahmen soll der Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 2 Milliarden Euro in diesem Jahr sinken.

Noch stärker als bisher will sich Medion auf das Geschäft mit großen Handelsketten wie Aldi, Tchibo, Carrefour, Metro und dem britischen Elektronik-Händler Dixons konzentrieren, was bislang rund zwei Drittel des Geschäfts ausmachte, dafür aber auf nicht rentable Kleinlieferungen verzichten.

Trotz eines weiter fortschreitenden Preisverfalls im Bereich PC und Multimedia will das Elektronik-Unternehmen am Wachstumsbereich des "digitalen und vernetzten Zuhauses" partizipieren. Kräftige Steigerungen gab es in Deutschland im vergangenen Jahr vor allem bei LCD TV (plus 147 Prozent), Plasma TV (plus 96,6 Prozent) sowie MP3-Playern (plus 116 Prozent). Rückgänge gab es dagegen bei Röhrenfernsehern, Videorecordern und DVD-Playern.

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