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Medion geht auf Kooperationen zu

28.03.2007

"Rein über Aldi und Tchibo kann ein Hersteller am Marktwachstum nicht länger teilnehmen", so Oliver Söllner, Head of Sales & Product Marketing bei Medion, gegenüber ChannelPartner. Nach einer Straffung des Sortiments und der Auffrischung des Designs soll nun nun der Ausbau der Vertriebswege folgen. So sollen Medion-Produkte künftig auch über UE-Kooperationen, E-Tailer sowie über die Distribution vertrieben werden.

In Deutschland arbeiten bisher zwei der größten ITK-Distributoren, Komsa und NT-Plus, mit Medion zusammen. Produkte in der Distribution sind allerdings nicht die gleichen, die für Aldi-Aktionen vorgesehen sind. Söllner: "Wir werden in den verschiedenen Vertriebskanälen eine klare Unterscheidung in Ausstattung und Preis der Produkte haben."

Die Restrukturierung sowie das Umdenken innerhalb des Unternehmens tut dringend Not: Für das Jahr 2006 weist Medion einen Verlust von 65,4 Millionen Euro aus, nach einem Jahresüberschuss von 9,2 Millionen Euro im Jahr 2005. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr von 2,5 auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Der Medion-Vorstand bezeichnete das Ergebnis als "enttäuschend", Ursache seien die "spezifischen Besonderheiten" des auf den Markt für Informationstechnologie zugeschnitten Medion-Geschäfts.

Für das Geschäftsjahr 2007 erwartet der Vorstand angesichts weiter rückläufiger Verkaufspreise bei Desktop-PCs, Notebooks und Navigationsgeräten sowie "vorsichtigem Orderverhalten" der Medion-Kunden im ersten Halbjahr nur einen Umsatz von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro, will aber im laufenden Geschäftsjahr trotzdem wieder Gewinn machen.

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