Einerseits ist in vielen Bereichen des Privatkonsums der „Geiz“ nicht mehr der steuernde Faktor – andererseits mussten bestimmte Bereiche, darunter auch die Consumer Electronics, empfindliche Einbußen im Markenbereich hinnehmen. So das Fazit von Johann C. Lindenberg, Vorsitzender des Markenverbandes mit Blick auf eine Untersuchung im Einzelhandel für das Jahr 2004.
Die Markenartikelwirtschaft in Deutschland habe sich im Vorjahr in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld trotz der fortgesetzten Konsumzurückhaltung der Verbraucher behauptet, so Lindenberg. Die Industrieumsätze an Markenwaren erreichten 2004 rund 347 Mrd. Euro, das Inlandsgeschäft habe dabei um 1,5 % auf 193 Mrd. Euro, der Export im gleichen Zeitraum um 4,8 % auf jetzt 154 Mrd. Euro zugelegt.
Die einzelnen Industriezweige zeigten insgesamt erneut eine uneinheitliche Tendenz: Während die Ernährungsindustrie und auch der Bereich Körperpflege/Wasch- und Reinigungsmittel insgesamt geringfügig um knapp 1 % zulegte, die Hersteller von Schneidwaren bzw. Bestecken 2 % mehr erlösten und sich die Pharmasparte sogar über Umsatzsteigerungen von über 4 % freuen konnte, gab es z. B. in der tabakverarbeitenden Industrie, der Bekleidungs- oder Keramikindustrie, bei Haushaltsgeräten bzw. der sog. „Braunen Ware“ und auch im Fotobereich teilweise empfindliche Umsatzeinbußen.
Eine aktuelle Mitgliederumfrage des Markenverbandes zur Prognose für das laufende Jahr 2005 hat ergeben, daß Hauptprobleme für die Markenartikelindustrie das verhältnismäßig schlechte Konsumklima, das in einigen Segmenten wachsende Gewicht der Handelsmarken bzw. die gestiegenen Marktanteile der Discounter und eine fortwährende Handelskonzentration sind. Insgesamt zeigt sich bei den Markenartiklern aber eine eher zuversichtliche Stimmung – knapp 51 % der Markenartikelanbieter rechnen für 2005 mit einer Zunahme der Inlandsumsätze, wobei gleichzeitig 38 % von steigenden Erträgen ausgehen.
Link: www.markenverband.de

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