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Lösung für schwächelnde TV-Sparte

Neuer Philips-Chef baut um

04.05.2011

Für Verbraucher gehört die Marke Philips ganz klar in den Bereich der Consumer Electronics, hat sich das Unternehmen etwa durch seine Ambilight-Fernseher, Senseo-Kaffee-Automaten oder auch seine Rasierertechnologie dort einen Namen gemacht. Doch aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks ist die CE für Philips nicht unproblematisch, wie jetzt etwa die neuesten Entwicklungen im TV-Bereich gezeigt haben. Dieser schwächelte seit Jahren - trotz hervorragender Innovationen wie Ambilight TV oder Cinema 21:9 - erheblich.

Dies ist einer der Gründe dafür, dass der noch ganz frische Philips-Chef Frans von Houten jetzt Nägel mit Köpfen gemacht hat: So kündigte das Unternehmen Mitte April an, man werde das TV-Geschäft ausgliedern. Dabei ist folgendes Szenario angedacht: So ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen TV-Hersteller TPV geplant, der beispielsweise bereits seit sechs Jahren das USA-Geschäft für Philips übernommen hat. Dabei hält TPV vom Start weg an dem Joint Venture 70 Prozent. Die TV-Geräte werden weiterhin die Marke Philips tragen.

Strategisch wichtige Entscheidungen dieser Art ziehen mitunter zahlreiche Gerüchte nach sich, die wiederum für Unruhe im Markt sorgen. Eines dieser Gerüchte besagt, dass Philips mittelfristig einen umfassenden Konzernumbau plant und damit die Sparte Medizintechnik vermehrt in den Fokus stellt, während die Consumer Electronics mehr an den Rand rückt. Dem will Philips mit einer möglichst offenen Kommunikation entgegen treten.

So bringt ein aktuelles Schreiben von Jens-Christoph Bidlingmaier, Vertriebsleiter Philips Consumer Lifestyle DACH, mehr Licht ins Dunkel aller Spekulationen: So hält Philips beispielsweise aufgrund der 30/70-Prozent-Regelung eine Sperrminorität am neuen Unternehmen. Dies bedeutet, dass "wichtige Entscheidungen nur bei Zustimmung von Philips getroffen werden können", so der Manager.

Amsterdam wird der Hauptsitz des neuen Joint Venture sein, das nach dem niederländischen/europäischen Aktienrecht gegründet wird und einen Umsatz von drei Milliarden Euro ausweist. Außerdem wird das bisherige Management Team der Business Group TV komplett in das Joint Venture wechseln und auch dort das Management übernehmen. Damit wolle Philips sicherstellen, dass alle wichtigen strategischen Ziele im Philips TV-Geschäft auch weiterhin fokussiert angegangen werden.

"Das Joint Venture wird ein vollständig integriertes Unternehmen sein", so Bidlingmaier. Dies bedeute, dass alle Geschäftstätigkeiten im neuen Unternehmen vertreten sein werden: Philips Innovationszentren, Produktstätten, Länderorganisationen und die internationale Vertriebsorganisation.

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