Leica hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres trotz Umsatzwachstum unter dem Strich erneut rote Zahlen geschrieben, blickt aber positiv in die Zukunft. Nach Mitteilung des Unternehmens haben sich die Erlöse zwischen April und September dank der hohen Nachfrage nach digitalen Produkten um acht Prozent auf 51,9 Mio. Euro verbessert. Der Halbjahresverlust nach Steuern lag bei 4,2 Mio. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr trotz höherer Kosten um 1 Mio. Euro gesunken.
Dank des saisonal bedingten hohen Umsatzwachstums rechnet Leica in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wieder mit Gewinnen. Der Start des neuen Quartals liege mit einer positiven Umsatzentwicklung im Rahmen der eigenen Planungen.
Wesentliche Verbesserungen der eigenen Lage verspricht sich das Unternehmen durch die auf der photokina vorgestellte professionelle digitale Messsucherkamera. Die internationale Auslieferung hat bereits im Oktober und damit einen Monat früher als angekündigt begonnen.
Nach Mitteilungen des Traditions-Unternehmens verlässt Interims-Chef Josef Spichtig den Vorstand. Steven Lee, der vom US-Handelskonzern Best Buy zu Leica kam und Mitte September in den Vorstand berufen wurde, soll das Unternehmen zunächst allein führen. Eine Erweiterung des Vorstands soll in den nächsten Monaten geprüft werden. Mit Andreas Lobejäger hat bereits zum 1. November ein neuer Direktor für Finanzen und Controlling seine Arbeit bei Leica aufgenommen. Leiter dieses Geschäftsfeldes war bis dahin Robert Fej als Interims-Manager gewesen.

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