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Konica-Minolta: Kamera-Geschäft am Ende

19.01.2006

Jetzt ist es traurige Realität: Nachdem Konica Minolta-Präsident Fumio Iwai in seiner Neujahrsrede bereits drastische Einschnitte im Imaging-Bereich angekündigt hatte, soll - wie heute, Donnerstag bekannt wurde - in Kürze das traditionsreiche Kamera-Geschäft eingestellt werden. Offizielles Ende ist im März. Die Produktion von Minilaboren soll ebenfalls im März eingestellt werden, der weitere Service rund um die Labs ist aber bereits durch einen Vertrag mit Noritsu sichergestellt. Voraussichtlich bis März kommenden Jahres stellt Konica Minolta zudem die Herstellung von klassischen Foto-Filmen ein. Das in Tokio ansässige Unternehmen ist der weltweit drittgrößte Hersteller von Fotofilmen und Fotopapier nach Eastman Kodak und Fuji Photo Film.

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen Teile des Kamerageschäfts an Sony verkauft werden. Sony soll aller Voraussicht nach das Geschäft mit digitalen Spiegelreflexkameras von Konica Minolta weiterführen. Sony will demnach weitere digitale SLRs entwickeln, mit denen Nutzer des Maxxum/Dynax-Objektivsystems die Objektive weiter einsetzen können sollen. Minolta, die sich vor zwei Jahren mit Konica zusammenschlossen, war bei Spiegelreflex-Kameras in besten Zeiten die Nummer drei hinter Canon und Nikon.

Im Rahmen der bereits im November vergangenen Jahres angekündigten Restrukturierung des Konzerns sollen zudem 3.700 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Konica Minolta hatte zuletzt mit wachsendem Konkurrenzdruck und sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Außerdem wird die klassische Film-Fotografie zunehmend von der digitalen Technik verdrängt. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 (Ende März) rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von rund 337 Millionen Euro. Konica Minolta setzt in Zukunft hauptsächlich auf die Büroelektronik-Sparte, die beispielsweise Druckerteile und Kopierer produziert.

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