Der Streit zwischen der Koelnmesse und dem Vermieter der Messehallen, dem Oppenheim-Esch-Fonds, schwelt weiter. Nach Kündigung des Mietvertrages für die neuen Kölner Messehallen und Aussetzung der Mietzahlungen im Vorfeld der photokina erhält der Fonds von der Messegesellschaft zurzeit eine Art Entschädigung, die bei rund 60 Prozent der bisherigen Miete liegt. Ansonsten, so berichtet der Kölner Statdtanzeiger, seien die beiden ehemaligen Vertragspartner "heillos zerstritten", vieles deute auf eine längere gerichtliche Auseinandersetzung hin.
Unklar ist nach wie vor, wie weit der Streit eskalieren könnte. Zwar hat der Immobilienfonds mit rechtlichen Schritten wie einer Räumungsklage gedroht, und nach Aussage der Kölner Zeitung enthält die Mietvereinbarung eine Klausel, die eine Kündigung nach Ausbleiben zweier Monatsmieten ermöglicht. Doch die städtischen Juristen halten entgegen, sollten die gegen Europarecht verstoßenden Verträge keinen Bestand haben, sei nach wie vor die Messegesellschaft und nicht der Fonds Besitzer der Grundstücks. Folglich könne man die darauf befindlichen Bauten weiter nutzen, der Fonds habe lediglich Aunspruch auf Wertausgleich durch die Koelnmesse.
Zwischenzeitlich ist der Oppenheim-Esch-Fonds selbst ins Visier der Kölner Staatsanwaltschaft geraten: Wie verschiedene Quellen berichten, gab es wegen Verdachts auf Korruptionsdelikte eine Durchsuchung mehrerer Büros und Wohnungen im gesamten Bundesgebiet. Neben dem Oppenheim-Esch-Fonds richten sich die Ermittlungen auch gegen frühere Verantwortliche der Sparkasse Köln-Bonn. Insgesamt sollem mehr als 150 Ermittler von Polizei, Justiz und Steuerbehörden im Einsatz sein.

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