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Koelnmesse 2009: Umsatz im Plus, Konzernergebnis negativ

02.07.2010

2009 war mit rund 230 Millionen Euro zwar das umsatz- und mit 78 Messen und Ausstellungen das veranstaltungsstärkste Jahr in der Koelnmesse-Geschichte, so das Messeunternehmen. Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einzelne Branchen hätten jedoch den ursprünglich geplanten, höheren Umsatz verhindert. Dem gegenüber stehen die weiterhin sehr hohen Mietbelastungen für die Nordhallen, das Congress-Centrum Nord und das Messehochhaus von 26,5 Millionen Euro.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist inklusive des Grundsteueraufwandes mit 7,1 Millionen deutlich positiv (Vorjahr -1,1 Mio. Euro). Darauf bezogen ergibt sich eine Umsatzrentabilität von 3,1 Prozent. Das messespezifische Ergebnis (EBITDA vor Mietbelastungen auf die Hallen) beträgt 29,9 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, Zinsen und der gebildeten Rückstellungen für Steueraufwand aus der noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfung folgt hieraus im Berichtsjahr ein Konzern-Jahresfehlbetrag von 19,9 Millionen Euro.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich von 284 Millionen Euro auf 263 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Koelnmesse GmbH belief sich zum 31. Dezember 2009 auf 142,4 Millionen Euro. (2008: 162,5 Millionen Euro). Der Rückgang ist bedingt durch das negative Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 54,2 Prozent (2008: 57,3 Prozent).

Um das strukturelle Defizit zu überwinden, hat die Geschäftsführung der Koelnmesse ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Es ergänzt das bereits laufende Effizienzprogramm 2012plus und soll für einen jährlichen positiven Effekt von zusätzlich rund zehn Millionen Euro Kosteneinsparungen sorgen.

Außerdem hofft Messegeschäftsführer Gerald Böse, dass die Verhandlungen mit dem Oppenheim-Esch-Fonds, der Besitzer der Nordhallen des Messegeländes, zu einem "realistischen, bezahlbaren Mietpreis" führen werden. Auch ein Kaufangebot nach Feststellung des aktuellen Marktwertes der Hallen soll dem Immobilienentwickler unterbreitet werden. Bislang verliefen sämtliche Gespräche mit dem Fonds allerdings ohne Ergebnis. Sollte sich die Situation in diesem Jahr nicht entspannen, rechnet Böse damit, dass aufgrund der Hallenmieten und Abschreibungen der Verlust für das Geschäftsjahr 2010 noch höher ausfallen könnte.

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