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KFS-Insolvenzverwalter verklagt Kodak

27.11.2006

Nach Informationen des Handelsblatt hat Werner Schreiber, Insolvenzverwalter der ehemaligen Kodak-Tochtergesellschaft KFS, den Mutterkonzern auf eine Zahlung von 74,5 Mill. Euro verklagt. Auch zwei ehemalige Geschäftsführer von Kodak sollen sich vor Gericht verantworten. Sie sollen nach dem Willen des Insolvenzverwalters jeweils fünf Mill. Euro zahlen. Ihnen wird vorgeworfen, gegen den Paragraphen 43 des GmbH-Gesetzes verstoßen zu haben, nach dem ein Geschäftsführer nicht zum Schaden seiner eigenen Gesellschaft handeln darf.

Kodak hatte seine Fotolaborgesellschaft KFS zum 1. Dezember 2003 für einen Euro an die Heidelberger BHG Color & Print Gruppe verkauft. Nach nur drei Monaten war die KFS insolvent, weitere drei Monate später auch die BHG Color & Print. Insgesamt waren deutschlandweit 2500 Mitarbeiter betroffen.

Gegen den Erwerber läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mannheim. Bei Uwe Gesper (50), dem Beiratsvorsitzenden der BHG und Mara Neumann (37), der damaligen Geschäftsführerin der KFS, gebe es einen Verdacht auf Insolvenzverschleppung, Untreue und Gläubigerbegünstigung, so die Staatsanwaltschaft Mannheim gegenüber dem Handelsblatt.

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