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Keine Verbindungen zur japanischen Mafia, aber Riesenlöcher in Bilanz

Olympus: Kommission legt Bericht vor

06.12.2011

Heute, Dienstag, hat die bei Olympus eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission die Ergebnisse ihrer mehrwöchigen Nachforschungen vorgelegt. Demnach hat Olympus über einen Zeitraum von wahrscheinlich mehr als zwei Jahrzehnten Verluste von etwa 1,3 Milliarden Euro (135 Milliarden Yen) verschleiert.

Die meisten Verluste resultieren nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg aus Wertpapiergeschäften, die bereits vor mehr als 20 Jahren getätigt wurden. Dies geschah im Umfeld der japanischen Aktienmarkt-Blase und deren Platzen Ende der 1980er Jahre. So soll Olympus bis Ende 1990 den Hauptteil des jetzt gesichteten Schuldenbergs, nämlich etwa 100 Milliarden Yen, aufgehäuft haben. Bloomberg beruft sich hierbei auf die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchungskommission.

Die Kommission führte weiter aus, dass bislang keine Verbindung zur organisierten Kriminalität nachgewiesen werden konnten. Das für die Vertuschung der Verluste verantwortliche Topmanagement sei allerdings „durch und durch verrottet“ gewesen. Die Kommission nimmt in ihrem Bericht aber von einer Empfehlung Abstand, mehrere Führungsebenen in der japanischen Zentrale komplett auszutauschen. Das verbrecherische Komplott sei auf einen kleinen Personenkreis beschränkt gewesen und sei nicht „systembedingt“.

Nach Vorlage der Ergebnisse machte die Tokyoter Börse Aussagen, die Gefahr, dass Olympus' Wertpapiere von der Börse genommen werden, bestehe auch selbst dann noch, wenn es dem Unternehmen gelingen werde, den um einen Monat verschobenen Quartalsbericht bis zum 14. Dezember vorzulegen. Eigentlicher Stichtag für sämtliche an der Börse Tokyo notierten Firmen war der 14. November gewesen. Olympus bat zu dem Zeitpunkt um einen einmonatigen Aufschub aufgrund der einschneidenden Ereignisse im Konzern.

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