Wie wenig es sich der Fotohandel leisten kann, das Thema "Foto-Handy" beiseite zu lassen, zeigen neue Zahlen des Marktforschers "Lyra Research". So berichtet Steve Hoffenberg, nach Schätzungen seines Institutes seien in der gesamten bisherigen Geschichte der Fotografie (von der Einführung im 19. Jahrhundert bis heute) rund drei Milliarden Kameras (analog und digital) verkauft worden. Zum Vergleich wird die gesamte Menge der weltweit verkauften Kamera-Handys die 3-Milliarden-Granze schätzungsweise Ende 2008 oder Anfang 2009 durchbrechen. Kamera-Handys sind noch nicht einmal zehn Jahre im Markt.
Diese Zahlen relativieren sich allerdings ein wenig, wenn man genauer hinschaut. Der Mobiltelefon-Markt ist inzwischen in USA und Europa überwiegend ein Austausch-Markt, so dass Nutzer fast "automatisch" nach zwei Jahren Vertragslaufzeit zu einem Modell mit Kamera "upgraden". Laut Hoffenberg besitzen zurzeit 83 Prozent der verkauften Kamera-Phones in den USA nur VGA-Auflösung (weniger als ein Megapixel), die damit geschossenen Fotos sind damit zur weiteren Verarbeitung (Printing, Entwicklung) nahezu ungeeignet und "versauern" aller Voraussicht nach auf den Handys. Erst acht Prozent aller verkauften Endgeräte haben eine Auflösung größer als zwei Megapixel. Trotzdem gilt auch hier: Das weiter fortschreitende Austauschgeschäft wird den höheren Megapixelklassen im Mobilgeschäft schnell Vorschub geben.

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.