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Internet-Gebühr: Wirtschaft fürchtet Kostenlawine

02.08.2006

Aufgrund der ab Januar 2007 fälligen Rundfunkgebühr für internetfähige Computer sieht die Wirtschaft deutlich höhere Kosten auf sich zukommen, als von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bisher angenommen. So geht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) von einer Mehrbelastung zwischen 166 Millionen Euro und 756 Millionen Euro für rund 3,5 Millionen Unternehmen aus.

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der Sendeanstalten geht lediglich von zehn Millionen Euro Mehreinnahmen und 50 000 betroffene Firmen aus. Diese Zahl sei ein Ablenkungsmanöver, um das Problem herunterzuspielen, meint der DIHK. Der Verband rechnet anders als die GEZ damit, dass mindestens 2,5 Millionen Betriebsstätten im kommenden Jahr erstmals gebührenpflichtig werden, weil sich dort ein PC befindet. Für die verbleibende Zahl von rund einer Million Firmen ändere sich nichts, weil dort bereits ein Gerät angemeldet sei und Gebühren bezahlt würden.

Noch teurer wird es nach Verbandsberechnungen, wenn ein Drittel der Betroffenen über eine zweite Betriebsstätte oder Filiale mit PC verfügt. Dann gebe es rund 3,7 Millionen gebührenpflichtige Standorte, und die Kosten könnten bis auf 756 Millionen Euro anwachsen.

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