Steigende Inflationsangst drückt im Herbst dieses Jahres auf die Konsumstimmung. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung mussten im Oktober dieses Jahres Einbußen hinnehmen. Das Konsumklima prognostiziert nach revidiert 6,7 Punkten im Oktober für November einen Wert von 4,9 Punkten.
Vor allem die im Spätsommer plötzlich einsetzende Angst vor Inflationen als Reaktion auf die zum Teil drastischen Preiserhöhungen bei bestimmten Lebensmitteln sowie die hohen Energiepreise beeinflussen seitdem die Kauflaune der Konsumenten. Eine zurückhaltende Einkommenserwartung und Konsumneigung sind die Folge. Der starke Euro und zunehmend kritische Stimmen hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung im Hinblick auf die Hypothekenkrise in den USA verpassen der Konjunkturerwartung in Deutschland einen Dämpfer.
Gleichzeitig hat sich, wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 30. Oktober mitteilt, die Sparquote wieder deutlich erhöht: So hat jeder Einwohner in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 170 Euro monatlich auf die hohe Kante gelegt. Insgesamt ergibt sich eine Summe von fast 84 Milliarden Euro. Saisonbereinigt erhöhte sich die Sparquote – gesparter Betrag bezogen auf das verfügbare Einkommen – in der ersten Hälfte 2007 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt 10,9%. Damit ist das Niveau von Mitte der Neunzigerjahre wieder erreicht.

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