Die Verantwortlichen der IFA sehen die diesjärige Premiere des einjährigen Turnus bereits als Erfolg. Inzwischen wisse man, dass das Konzept sehr gut angenommen werde, meint Hans Wienands, Vorstand im Fachverband Consumer Electronics im ZVEI. Mittlerweile rechnen die Verantwortlichen damit, dass sich die Zahl der Aussteller mindestens auf Vorjahresniveau bewegt. Fast alle Großkonzerne für Unterhaltungselektronik, IT, Mobilkommunikation sowie mehrere Fernsehsender seien dabei. Aller Voraussicht nach wird die Ausstellungsfläche sogar größer werden als 2005. Dies wären mehr als 100.000 Quadratmeter Nettofläche. Nicht mit dabei ist Sony, und die ARD hät ihr diesjähriges Engagement klein - beides gewiss keine Überraschungen für den, der um die Schwierigkeiten von Sony sowie die zurückgefahrenen Aktivitäten der Sendeanstalten zur IFA in Berlin in der jüngeren Vergangenheit weiß.
Wienands geht davon aus, dass die gegenwärtige positive Entwicklung der IFA Einfluss auf die Cebit haben wird. Eine striktere inhaltliche Trennung der beiden Messen sei durchaus ratsam, so der ZVEI-Mann, und die CeBIT solle sich stärker als Fach-Leitmesse für die Computerindustrie positionieren und ihr Angebot für Endverbraucher zurückfahren. Wienands Worte werden gewiss nicht ungehört verhallen, denn außerhalb seiner Verbandstätigkeit ist der Manager in verantwortlicher Position bei Samsung tätig: Er agiert dort als Business Director Consumer Electronics.
Sollte die CeBIT tatsächlich wie gewünscht reagieren, wäre dies eine Rückführung in alte Fahrwasser: Die einstige Fachmesse hatte gerade in den vergangenen Jahren versucht, ihre Aktivitäten im CE-Bereich auszuweiten und damit auch mehr Endverbraucher anzulocken. Dies kommt nicht von ungefähr: Sven Prüser, der die CeBIT jetzt verantwortlich leitet, war bis 2001 IFA-Chef, bevor er zur Hannover Messe ging und dort über die Jahre immer enger mit dem kürzlich verstorbenen "Mister CeBIT", Jörg Schomburg, zusammenarbeitete.
Link: www.ifa-berlin.de

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