Andere Konzerne spezialisieren sich ständig, denken am laufenden Band über den Verkauf von Unternehmensteilen nach oder beschränken ihr Portfolio in bestimmten Märkten, um effektiver arbeiten zu können. Nicht so Hyunday: Der Mischkonzern, in Deutschland überwiegend für seine Autos bekannt, machte erst im Umfeld der photokina 2008 von sich reden, man wolle mit Kameras in den deutschen Markt einsteigen. Großhändler DGH hatte sich die Exklusiv-Vertriebsrechte für den deutschen Markt gesichert.
Jetzt kommt der nächste Schritt: Ab sofort will Hyundai unter anderem den deutschen Markt mit seinen Mobiltelefonen bereichern. In einem ersten Schritt ist eine europäische Gesellschaft in Wien gegründet worden (Hyundai Mobile Europe), von da aus sollen gut zwei Dutzend Ländergesellschaften in West- und Osteuropa aufgebaut werden.
Der frisch gebackene Chef von Hyundai Mobile Europe, Norbert Winkler, rechnet mit einem Marktanteil von drei bis fünf Prozent in den ersten fünf Jahren. Neben Geräten mit einem starken Preis/Leistungsverhältnis will man dieses Ziel auch mit Nischenprodukten stemmen. Wie auch bei den Kameras will Hyundai im Mobiltelefonbereich von seinem Markenimage als Autohersteller profitieren. Er sei optimistisch, schon 2009 die Gewinnschwelle zu erreichen, erklärte Winkler vor Journalisten in Österreich. Am Start stehen acht Handymodelle, durch die Bank produziert in China und Korea.

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