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HDE: weniger Falschgeld im Handel

16.07.2009

"Der deutsche Einzelhandel kämpft sehr erfolgreich gegen Falschgeld. Dies zeigen die aktuellen Zahlen zum Falschgeldaufkommen im ersten Halbjahr 2009." Der Falschgeldexperte des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Ulrich Binnebößel, zeigte sich heute in Berlin erfreut über den Rückgang der Schadenshöhe, die durch Falschgeld anfällt.

Die Bundesbank hatte gemeldet, dass in den ersten sechs Monaten diesen Jahres Falschgeld im Wert von 1,6 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen wurde. Dies sei ein Tiefstwert, so der HDE-Experte, und zeige: „Sowohl die Kontrollen im Einzelhandel als auch die Ermittlungsarbeit der Polizei zahlen sich aus.“

Im ersten Halbjahr des Jahres seien 3.511 falsche Scheine mehr aufgegriffen worden, als im Halbjahr vorher. Doch seien dies vor allem Noten im Wert von 20 und 50 Euro. „Fälschungen von 200 und 100 Euro-Scheinen sind zurückgegangen“, so Binnebößel. Vor allem der weiterhin geringe Anteil im Vergleich zum Rest von Europa mache Deutschland weiterhin zum sichersten Land, was Falschgeld angehe.

Binnebößel empfahl dem Handel einen offensiven Umgang mit der Falschgelderkennung: „Händler sollten die Scheine nicht im Verborgenen prüfen, sondern das Prüfgerät offen auf dem Tresen handhaben und alle Scheine prüfen. Damit signalisiert der Händler, dass Fälscher bei ihm keine Chance haben.“

Jedoch solle man bei der Verwendung eines Prüfgerätes auf Qualität achten. Sinnvoll sei die Anschaffung von Geräten, die mehrere Merkmale eines Geldscheines testen und updatefähig sind. Diese seien zwar teurer, würden aber einen weitaus besseren Schutz bieten als zum Beispiel UV-Prüfgeräte. Fast drei Viertel aller Fälschungen würden unter UV-Licht nicht mehr erkannt.

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