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HDE: Unternehmensteuerreform "Placebo für Handel"

05.11.2007

Die große Koalition hat sich auf eine Korrektur der Unternehmensteuerreform geeinigt. Zukünftig sollen nicht 75 Prozent der Finanzierungsanteile von Miete, Pacht und Leasing bei der Gewerbesteuer angerechnet werden, sondern 65 Prozent. Hierzu erklärte heute in Berlin der Präsident des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE),

Josef Sanktjohanser:

"Die jetzt von der großen Koalition vorgeschlagene Nachbesserung der Unternehmensteuerreform ist nichts als ein Placebo. Die Existenz vieler deutscher Einzelhandelsunternehmen steht weiter auf Messers Schneide. Anscheinend wollen SPD und Union sich nicht ernsthaft mit der fatalen Wirkung der Unternehmensteuerrefrom beschäftigen. Und sie wollen auf keinen Fall tatsächliche Korrekturen einleiten. Der Koalitions-Vorschlag zeugt von Ignoranz für die Belange des Einzelhandels.

Die Absenkung der Hinzurechnung für Miete, Pacht und Leasing auf 65 Prozent ist reine Kosmetik. Sie bringt für die zahlreichen von hohen Steuerlasten bedrohten Einzelhandelsunternehmen keine Entlastung, die der Rede wert ist. Auch die vielen Händlern drohende Substanzbesteuerung bleibt bestehen. Die Bundesregierung nimmt weiter wissentlich in Kauf, dass Unternehmen durch Steuerlasten in den Ruin getrieben werden."

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