Ausgerechnet auf der Industriemesse, die sich - wie der Name verrät - eigentlich industriellen Produkten und Themen widmet, zeigt ein Unternehmen eine Anwendung, die nicht unerheblichen Einfluss auf die Unterhaltungselektronik haben könnte: So präsentiert die Firma Tridelity 3D-Bildschirme, die räumliche Bilder ohne Hilfsmittel wie eine Rot/Grün- oder Polfilter-Brille darstellen können, im Format bis zu 57 Zoll (1,45 Meter) Diagonale.
Die Betrachtung des dreidimensionalen Abbildes funktioniert in einem Winkel von 120 Grad laut Hersteller ohne Einbußen des 3D-Effektes, so dass auch mehrere Personen vor dem Gerät einen Film ansehen könnten. Der beste Betrachtungsabstand liegt bei 3 bis 4,5 Metern, sozusagen die klassische "Wohnzimmer-Entfernung". Für professionelle Zwecke hat Tridelity Monitore im Programm, die eine nähere Platzierung des Betrachters erlauben (ca. 60 bis 80 Zentimeter).
Um die räumliche Wahrnehmumg zu erzeugen, wird bei Tridelity ein LCD-Monitor mit einer speziellen Folie versehen, die eine Szene aus fünf Perspektiven gleichzeitig zeigt. Das Gehirn des Betrachters "errechnet" aus den angebotenen verschiedenen Blickwinkeln ein räumliches Bild. Die filmische Vorlage muss dafür entweder speziell berechnet (bei Animationen) oder gefilmt (bei Realfilmen) sein.

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