Der weltweite Handymarkt boomt nach wie vor. Nach Angaben der Marktforscher von Gartner konnten die Hersteller auch im zweiten Quartal dieses Jahres ihren Absatz weiter steigern, was dem Markt insgesamt ein starkes Wachstum von 18,3 Prozent brachte. Weltweit wurden im 2. Quartal 2006 mehr als 229 Millionen Mobiltelefone verkauft. Im zweiten Quartal 2005 waren es "nur" 193,7 Millionen Geräte gewesen.
Der Handyweltmarkt wird zurzeit von sechs großen Herstellern dominiert - doch nicht alle dürfte sich über die aktuellen Zahlen freuen. Grund: Nur drei von ihnen konnten ein Plus verzeichnen.
An der Spitze steht nach wie vor Nokia. Die Finnen konnten im zweiten Quartal etwas mehr als 77 Millionen Einheiten absetzen und sicherten sich damit einen soliden Marktanteil von 33,6 Prozent. Der "ewige Zweite" ist und bleibt Motorola mit etwas mehr als 50 Millionen Mobiltelefonen im zweiten Quartal oder einem Marktanteil von 21,9 Prozent.
Auf Platz 3 liegt Samsung mit einem Marktanteil von 11,1 Prozent. Trotz deutlicher Absatzrückgänge verbuchten die agilen Koreaner für sich 25,5 Millionen weltweit verkaufte Geräte.
Auf Platz vier des Handyweltmarktes stand im zweiten Quartal Sony Ericsson und hat damit LG aus dieser Position verdrängt. Für das Joint-Venture verlief Q2 2006 überaus erfreulich. Der Hersteller mit Wurzeln in Japan und Schweden konnte in diesem Zeitraum insgesamt 15,3 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Damit sicherte sich Sony Ericsson einen Marktanteil von 6,7 Prozent. Vorteil für das Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in Düsseldorf: Kunden sprechen besonders auf hochwertige Multimedia-Handys wie die neuen "Walkman"- oder auch die "Cyber-shot"-Modelle an.
Damit steht LG jetzt auf Platz 5 des Weltmarktes. Die Koreaner mussten im zweiten Quartal einen deutlichen Absatzrückgang gegenüber Vorjahr hinnehmen. Daran konnten auch die innovativen "Chocolate"-Mobiltelefone nichts ändern. Insgesamt setzte LG im zweiten Quartal 2006 etwa 14,4 Millionen Handies ab, was einem Marktanteil von 6,3 Prozent entspricht.
Bei BenQ Mobile, weltweit auf Platz 6, hat man zurzeit deutlichen Grund zur Sorge. Der Weltmarktanteil des taiwanesischen Unternehmens, das im vergangenen Jahr die Handysparte von Siemens Mobile übernommen hatte, ging im vergangenen Quartal um ganze 1,6 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zurück. Der Absatz fiel von 9,3 Millionen Stück im zweiten Quartal 2005 auf 7,4 Millionen im Vergleichszeitraum dieses Jahres.

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.