... the ugly? Wie auch immer, 2005 gab es jedenfalls im Handygeschäft Gewinner - und leider auch Verlierer. Nokia will und wird auch in diesem Jahr aller Voraussicht nach die führende Position in der Mobiltelefon-Branche beibehalten. Auch im Angesicht ständig sinkender Preise und harten Wettbewerbs ist das Unternehmen optimistisch: Die Finnen halten einen weltweiten Marktanteil von mehr als 32 Prozent, Tendenz steigend. Auf Rang zwei steht gegenwärtig Motorola, wenn auch - bei einem Weltmarkt-Anteil von 18 Prozent - mit deutlichem Abstand zum "Platzhirschen". Die US-Amerikaner setzen mit einem fokussierten Modellprogramm auf Profitabilität. Im Schatten der beiden "Handy-Weltmächte" hat Sony Ericsson zum Erfolg zurückgefunden. Denn auch wenn der Marktanteil noch einstellig ist, konnten die Schweden-Japaner mit hochpreisigen Multimedia- und Designhandys sowie attraktiven Smartphones Erfolge verbuchen. Gerade das Thema MP3 hat dem Unternehmen sehr gut getan.
Samsung gehört zu den stärksten Aufsteigern überhaupt. Mit Fokus auf Design, aber auch Top-Technik sind die Südkoreaner zur Nummer zwei im asiatischen Markt aufgestiegen. Weltweit kommt der CE-Konzern bei seinen Mobiltelefonen auf knapp 13 Prozent Marktanteil. Nicht so viel Glück haben die südkoreanischen Kollegen von LG, die trotz strategischer Partnerschaften (wie etwa in Deutschland mit T-Mobile) nach Aussagen von IT-News weit hinter den selbstgesteckten Marktanteils-Zielen zurück geblieben sind.
Für BenQ Mobile wird 2006 das Jahr der Entscheidung: Nach dem Kauf der Handysparte von Siemens will der bisherige Auftragsproduzent aus Taiwan zu den Großen der Branche aufschließen. Doch BenQ mangelt es zumindest im Handy-Bereich an Bekanntheit, und Siemens hat durch technischen Rückstand 2005 einen Imageschaden davongetragen.
Der künftige Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo freut sich indes seines potenziellen Erfolges. Ein halbes Jahr vor seinem offiziellen Antritt prophezeite er nun einigen Herstellern das baldige Aus: Wer keine 15 Prozent Marktanteil habe, könne nicht überleben. Die Analysten von Gartner erwarten übrigens für 2006 einen Absatz von 850 Millionen Mobiltelefonen weltweit. Allerdings, so die Marktforscher, sei diese Erwartung noch kein Grund zur Euphorie, denn das Wachstum komme vor allem aus aufstrebenden Ländern wie China und Indien, wo in erster Linie preiswerte Modelle gefragt sind.

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